Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)

 

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© Harald Bant

     

Für Physiotherapeuten, Ärzte, Sport- und Bewegungswissenschaftler

 

Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)


Ein „Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)“ ist ein Physiotherapeut der die folgenden Kompetenzen vorweist:

  • eine sichere physische Partizipation
  • gibt Ratschläge und nimmt Anpassungen von Trainingsinterventionen vor, mit dem Ziel Verletzungen vorzubeugen
  • Erreichung einer optimalen Funktions- und Leistungssteigerung von ADL Patienten mit orthopädischen Erkrankungen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Menschen mit Dekonditionierung
  • ist spezialisiert auf die Betreuung von Patienten mit orthopädischen ADL Problematiken, chronischen Erkrankungen, beziehungsweise von Patienten mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko (Menschen mit Dekonditionierung).

 

Ziele der Ausbildung
Der „Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)“ ist geschult, auf methodische, systematische und zielgerichtete Weise Betreuung auf dem Gebiet der Rehabilitation, primärer Prävention und tertiärer Prävention zu bieten.

 

Rehabilitation beschreibt den Heilungsprozess nach akuten Gesundheitsproblemen bei Patienten mit  orthopädischen und chronischen Erkrankungen, die entsprechend der Wundheilungsprozesse verlaufen. So wird der „Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)“ zum Beispiel in der poliklinischen Nachbehandlung von COPD-Patienten (GOLD I und II) nach einer Exazerbation zum Einsatz kommen können.

 

Primäre Prävention zielt darauf ab, Menschen mit erhöhter Chance auf das Entstehen von chronischen Erkrankungen so zu betreuen, dass das Gesundheitsrisiko minimiert wird. Der ESP-Präventions- und Rehabilitationstrainer ist zum Beispiel in der Lage, Menschen mit Bewegungsmangel so zu stimulieren und zu betreuen, dass das Gesundheitsverhalten sich so ändert das körperliche Bewegung zu einem normalen Bestandteil ihres täglichen Lebens wird.

 

Tertiäre Prävention zielt darauf ab, Menschen mit einer diagnostizierten orthopädischen oder chronischen Erkrankung so zu betreuen, dass die Folgen der Erkrankung minimalisiert werden und die Lebensqualität gesteigert wird. Der „Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)“  ist in der Lage, das Gesundheitsverhalten von Patienten mit orthopädischen oder chronischen Erkrankungen positiv zu beeinflussen.

 

Der „Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)“ kann erfolgreich in der poliklinischen Phase in ambulanten Einrichtungen eingesetzt werden und ist in der Lage sowohl Gruppen von Patienten als auch einzelne Patienten spezifisch zu betreuen.

 

Kursaufbau

  • Basismodul 
  • Orthopädische Kurse (Sprunggelenk, Kniegelenk, Schultergelenk, Wirbelsäule)
  • Kurse über chronische Erkrankungen (Arthrose und Osteoporose, Stoffwechselerkrankungen, Lungenerkrankungen, Herzerkrankungen)


Um zur Prüfung zum Titel „Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)“ zugelassen zu werden, müssen die Teilnehmer folgende Kurse absolvieren:

  • das Basismodul
  • drei orthopädische Kurse
  • zwei Kurse über chronische Erkrankungen

 

Interessenten die NICHT die Ausbildung zum „Präventions- und Rehabilitationstrainer (ESP®)“ machen wollen, können trotzdem separate Themenkurse absolvieren.

 

Rehabilitation nach Schulterverletzungen

Handlungskompetenz: 

Die Teilnehmer können durch Anwendung der neu gelernten diagnostischen Tests 
und Interventionsmethoden, Patienten fachgerecht beraten und indikationsbezogene, bewegungstherapeutische Interventionen bei den unterschiedlichen Formen der Schulterinstabilitat, Impingement und Sehnenproblematik anwenden.

Die Teilnehmer können im Gespräch mit Kollegen und medizinischen Instanzen eine professionelle Ebene einnehmen.

Die Teilnehmer können nach diesem Kurs Patienten und Kunden mit Schulterproblemen verantwortungsvoll und professionell im diagnostischen, therapeutischen und präventiven Prozess betreuen und beraten.

 

Lernziele:
Medizinisches Unterrichtsgebiet

  • Der Student kennt die spezifische Physiologie und Funktionen des Bindegewebes von Kapsel und Sehnen
  • Der Student kennt die Anatomie und Biomechanik des Schultergelenks und kennt die klinische Relevanz für Diagnostik und Behandlung

Physiotherapeutisches Unterrichtsgebiet

  • Der Student kennt die am häufigsten vorkommenden Pathologien des Schultergelenks
  • Der Student kennt die unterschiedlichen physiotherapeutischen Tests bei den unterschiedlichen Pathologien des Schultergelenks
  • Der Student kennt die Richtlinien für aktive Rehabilitation beim Patienten mit Schulterbeschewerden und kann diese klinisch anwenden
  • Der Student kennt die wichtigsten Übungen der oberen Extremität und kann diese praktisch gut ausführen

 

Lernzielkontrollen:

  • Mittels Peerfeedback und Feedback durch Dozenten während des praktischen Übens
  • Selbstkontrolle der Lernziele

Während des Kurses wird regelmäßig eine Repetition des Gelernten mit einer kurzen Selbstreflexion durchgeführt.

 

Inhalte:

  • Anatomie und Biomechanik des Schultergelenks
  • Spezifische Bindegewebsphysiologie und Funktionen von Kapsel und Sehnen
  • Pathologien des Schultergelenks: die unterschiedlichen Formen der Instabilität, Impingement und Stadien der Sehnenverletzungen
  • Die physiotherapeutische Untersuchung der Schulter mit Betonung der spezifischen Tests
  • Trainingslehre Mobilität, Koordination und Kraft
  • Methodik: aktive Rehabilitation der Schulter
  • Erstellen von Rehabilitationsprogrammen
  • Skillslab
  • Fallbeispiele


Aktive Rehabilitation der Wirbelsäule

Handlungskompetenz:

Die Teilnehmer können durch die Anwendung der neu gelernten diagnostischen Tests
 und Interventionsmethoden, Patienten fachgerecht beraten und indikationsbezogene, bewegungstherapeutische Interventionen bei unterschiedlichen Pathologien der Wirbelsäule anwenden.

Die Teilnehmer können im Gespräch mit Kollegen und medizinischen Instanzen eine professionelle Ebene einnehmen.

Die Teilnehmer können nach diesem Kurs Patienten und Kunden mit Wirbelsäulenproblemen verantwortungsvoll und professionell im diagnostischen, therapeutischen und präventiven Prozess betreuen und beraten.

 

Lernziele:
Medizinisches Unterrichtsgebiet

  • Der Student kennt die spezifische Physiologie des Bindegewebes, der Bandscheibe und der Facettengelenke
  • Der Student kennt die Anatomie und Biomechanik der Wirbelsäule und ihre klinische Relevanz für Diagnostik und Rehabilitation

Physiotherapeutisches Unterrichtsgebiet

  • Der Student kennt die unterschiedlichen Pathologien / Verletzungen der Wirbelsäule und kann diese diagnostizieren: Bandscheibenvorfall, Instabilitäten, Nervkompressionen, HWS, ISG
  • Der Student kennt die unterschiedlichen physiotherapeutischen Tests und kann diese praktisch ausführen und interpretieren
  • Der Student lernt eine Richtlinie für aktive Rehabilitation bei Patienten mit Wirbelsäulenproblemen
  • Der Student kennt alle relevanten Übungen für die Wirbelsaule und kann diese praktisch ausführen

 

Lernzielkontrollen:

  • Mittels Peerfeedback und Feedback durch Dozenten während des praktischen Übens
  • Selbstkontrolle der Lernziele

Während des Kurses wird regelmäßig eine Repetition des Gelernten mit einer kurzen Selbstreflexion durchgeführt.

 

Inhalte:

  • Anatomie und Biomechanik der lumbalen Wirbelsäule
  • Spezifische Bindegewebsphysiologie und Funktionen der Bandscheibe, Facettengelenke und Nerven
  • Pathologien des Wirbelsäule; Bandscheibenvorfall, Instabilitäten, Nervkompressionen, HWS, ISG
  • Die physiotherapeutische Untersuchung der Wirbelsäule; the Diagnostic Triage von Gordon Waddell, movement und control impairments
  • Trainingslehre: Mobilität, Koordination und Kraft
  • Methodik aktive Rehabilitation der Wirbelsäule

 

 

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