Triggerpunkt-Therapie IMTT®

 

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Dozenten:

Roland Gautschi, Johannes Mathis, Dr. Gunnar Licht

 

© IMTT® 

   

Für Ärzte, Chiropraktiker und Physiotherapeuten


Literatur:
Manuelle Triggerpunkt-Therapie: Myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen erkennen, verstehen und behandeln (REIHE, physiofachbuch)
(Das Buch kann auch im Kurs erworben werden)

 

Triggerpunkt-Therapie IMTT®

Myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen gezielt behandeln

 


„Viele Schmerzen des Bewegungssystems haben Ihren Ursprung in der Muskulatur. Durch Überlastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel häufig Zonen, die unter einer Sauerstoffunterversorgung leiden (Hypoxie). In der Folge können sich in diesem Bereich die Myosin- und Aktinfilamente nicht mehr voneinander lösen (Rigorkomplex).

 



Diese erkrankten Muskelstellen sind tastbar (Triggerpunkte):


durch Provokation mittels Druck wird ein Schmerz ausgelöst, der oft in andere Körperregionen übertragen wird (referred pain). Aber nicht nur Schmerzen, auch Parästhesien, Muskelschwächen ohne primäre Atrophie, Bewegungseinschränkungen, propriozeptive Störungen mit Beeinträchtigung der Koordination und autonome vegetative Reaktionen können durch Triggerpunkte verursacht werden.


Die Summe der Symptome, ausgelöst durch einzelne aktive Triggerpunkte, wird als „Myofasziales Schmerz-Syndrom“ bezeichnet.

Durch eine gezielte Triggerpunkt-Therapie lässt sich diese Pathologie, auch wenn sie lange Zeit bestanden hat, in der Regel wieder beseitigen.




Die BehandlungTriggerpunkt-Therapie



Die manuelle Triggerpunkt-Therapie setzt die Erkenntnisse von Janet G. Travell (1901-1997) und David G. Simons über myofasziale Schmerzen in eine manualtherapeutische Methode um. Mittels spezifischen Massagetechniken werden dabei die Triggerpunkte gezielt und effektiv deaktiviert. Weil bei chronischen Schmerzpatienten das Bindegewebe oft reaktiv verändert und verkürzt ist, hat Beat Dejung Bindegewebstechniken von Ida Rolf (1896-1979) in unser Therapiekonzept integriert. Dieses ist heute zu einem systematischen Behandlungskonzept gereift: vier manuelle Techniken werden ergänzt durch Dehnen/Detonisieren und funktionelles Training der betroffenen Muskulatur.

Die IMTT

Die IMTT fördert die medizinisch-interdisziplinäre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Schmerztherapie und setzt sich für die Erforschung myofaszialer Krankheiten ein. Als Fachgruppe des Schweizerischen Physiotherapieverbandes ist sie bemüht, die politischen Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen. Die Mitgliedschaft kann nach absolviertem TP Modul 1 beantragt werden.

Der Lehrgang

Vorstand und Lehrerkollegium der IMTT haben 1995 beschlossen, einen Lehrgang für einen Triggerpunkt-Therapeuten IMTT® zu schaffen. Dieser Lehrgang steht allen Physiotherapeuten und Ärzten offen. Er kann mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Die erfolgreichen Absolventen erhalten ein Zertifikat. Die einzelnen Kurse werden anerkannt, wenn sie dem IMTT-Standard entsprechen. Eine Therapeutenliste finden Sie und Ihre Patienten unter www.triggerpunkt-therapie.eu.


Manuelle Therapie der Triggerpunkte und der Faszien

Dozenten

 

Roland Gautschi

Master of Arts UZH, dipl. Physiotherapeut FH, tätig als Physiotherapeut in eigener Praxis in
Baden/Schweiz; Senior-Instruktor für myofasziale Triggerpunkt-Therapie IMTT®, Triggerpunkt-
Therapeut IMTT®, Dry Needling-Therapeut IMTT®

 

Robin Böke

Physiotherapeut, Heilpraktiker
Instruktor für manuelle Triggerpunkt-Therapie
Triggerpunkt-Therapeut IMTT®



 


Inhalt

 

Rumpf-, Nacken-, und Schultermuskeln

Stichworte

Nackenschmerz, Kopfschmerz, Schulterschmerz, „low back pain“, Thoraxschmerz

Ziele

Die Teilnehmenden lernen myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen des neuromuskuloskelettalen Systems erkennen. Sie wissen um die zugrunde liegenden pathophysiologischen Veränderungen der myofaszialen Strukturen und können diese (im Bereich von Rumpf, Nacken und Schulter) mittels manueller Techniken gezielt und adäquat behandeln. Sie verstehen, bekannte Konzepte der funktionellen Bewegungstherapie ins Behandlungskonzept zu integrieren sowie Patienten angemessen zu instruieren.

Zielgruppe/Voraussetzung

Physiotherapeuten und Ärzte

 

Inhalt

 

Extremitätenmuskeln, Kopf-, Gesichts- und Kaumuskeln, Entrapments

Stichworte

Kopfschmerz, Schleudertrauma, Kieferschmerzen; „thoracic outlet syndrom“, Epikondylopathie, Karpaltunnelsyndrom, Supinatorsyndrom, Pronatorsyndrom, Handgelenk- und Fingerschmerz; Piriformissyndrom, Trochanterschmerz, Begleitschmerz bei Arthrose, Leistenschmerz, Knieschmerz, Tarsaltunnelsyndrom, Achillodynie.

Ziele

Die Teilnehmenden vertiefen Ihr Verständnis über myofaszial verursachte Schmerzen und Funktionsstörungen und setzen sich mit komplexen myofaszialen Schmerzsyndromen auseinander (Clinical Reasoning). Sie verfeinern und differenzieren die manuellen Behandlungstechniken im Bereich der Kopf- und Extremitätenmuskulatur.

 

Voraussetzung

Modul 1 oder TP 1



Inhalt

Untersuchen und Behandeln von Patienten in Kleingruppen. Besprechung/Supervision unter Leitung eines Arzt-Triggerpunkt-Instruktors und Physio-Triggerpunkt-Instruktors

Ziele

Umsetzung des Triggerpunkt-Konzepts in die Praxis: Anwendung der Unterrichtsinhalte in der konkreten Behandlungssituation.

 

Voraussetzung

Modul 1




Myofasziale Triggerpunkt-Therapie bei Knieschmerzen

Thema:

Myofasziale Triggerpunkte (mTrPs) bewirken häufig Schmerzen und Funktionsstörungen im neuro-muskulo-skelettalen System. So sind auch „Knieschmerzen“ oft durch mTrPs verursacht.

 

Ziele:

  • Vertiefen der Kenntnisse der für „Knieschmerzen“ relevanten Muskeln
  • Aufzeigen der Bedeutung mTrPs in ihrer Beziehung für Schmerz und Dysfunktion (Störung der motorischen Kontrolle)
  • Schärfung des Blicks für arthro-neuro-muskuläre Zusammenhänge
  • Schulung der Palpationsfähigkeit
  • Förderung der Qualität des manuellen Behandelns
  • Erfahrungsaustausch

 

Inhalt:

Theorie

  • Knieschmerzen
  • Topografische und funktionelle Anatomie der Knieregion
  • Klinische Muster myofaszialer Triggerpunkte (Schmerz und Funktionsstörungen)
  • Diagnostisches Vorgehen bei Knieschmerzen
  • Therapeutische Strategien bei Knieschmerzen

 

Im Zentrum des Kurses steht die Praxis:

  • Palpation der für „Knieschmerzen“ relevanten Muskeln
  • Manuelle Triggerpunkt-Therapie der für „Knieschmerzen“ relevanten Muskeln
  • Funktionelles Training der entsprechenden Muskulatur
  • Befunderhebung/Clinical Reasoning bei „Knieschmerzen“

 

 

Fachliteratur:


 
Gautschi R. Manuelle Triggerpunkt-Therapie: Myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen erkennen, verstehen und behandeln.

 

Thieme-Verlag 2010. 512 S., ca. 700 Abb., Gb., €  129.95; ISBN: 978-3-131-47471-1 (Das Buch kann im Kurs erworben werden)

 

http://www.triggerpunkt-therapie.eu

Dry Needling nach IMTT Standard


Dry Needling ist ein äußerst wertvolles und effizientes therapeutisches Tool zur Behandlung des Bewegungssystems.

Es wird zur Behandlung muskelbindegewebiger, myofaszialer akuter und chronischer Schmerzsyndrome punktgenau eingesetzt.

Im Rahmen eines didaktisch über viele Jahre entwickelten Kurscurriculums erlernen die Kursteilnehmer nach präziser manueller Diagnostik myofaszialer Triggerpunkte den sicheren Einsatz des Dry Needlings mit Akupunkturnadeln an allen Schlüsselregionen des Körpers.

 

Voraussetzungen:

Großer Heilpraktiker und Physiotherapeut

Vor DN1, Teilnahme an einem Modul1 nach IMTT Standard Vor DN2, Teilnahme an einem Modul2 nach IMTT Standard, DN1 vor DN2

Weitere INFOs, siehe www.imtt.ch

 




Dozenten:

Mitglieder des internationalen Instruktorenkollegiums für Myofasziale Triggerpunkt- Therapie nach IMTT Standard

 

 

Johannes Mathis

Dipl. Physiotherapeut FH Triggerpunkt-Therapeut IMTT® Dry Needling-Therapeut IMTT® selbstständig in eigener Praxis

Senior Instruktor IMTT für Manuelle Triggerpunkt-Therapie und Dry Needling nach IMTT Standard

 

Johannes Mathis gehört seit 1999 zum Instruktorenkollegium. Er ist der Prüfungsverantwortliche für Triggerpunkt-Therapie und Dry Needling in der Schweiz, sowie für die Prüfungen in Deutschland.

Er ist ein überzeugter Anwender des Dry Needlings und vermittelt mit Begeisterung das wertvolle Wissen der Myofaszialen Triggerpunkt-Therapie und deren Behandlungsmöglichkeiten.

 

Dr. med. Gunnar Licht

Facharzt für Orthopädie

Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin Manuelle Medizin

Akupunktur

Instruktor für Manuelle Triggepunkt-Therapie und Dry Needling nach IMTT Standard

 

Dr. Licht begleitet und praktiziert die Myofasziale Medizin schon seit über 25 Jahren. Er ist ambulant im eigenen Facharztzentrum tätig. Die Erfahrungen mit seinen Patienten zeigen ihm jeden Tag die große Bedeutung der muskelbindegewebigen, myofaszialen Komponente für die Medizin des Bewegungssystems. Unter anderem ist er Initiator der Veranstaltungsreihe „mubimed-Konvent“ in Osnabrück, welche die Aufmerksamkeit auf die Myofasziale Medizin lenken soll.



Kursprogramm Dry Needling 1                       

28 Unterrichtseinheiten:


1. Kurstag (10 Unterrichtseinheiten)            

09.00 – 12.30 Uhr

13.30 – 17:30 Uhr   

                         

Theorie:       Einführung, Hygiene und Gefahren, Verlauf der Nerven und Gefäße in der Schulterregion Schulterschmerzen

Praxis:         DN Technik Schulter-Muskulatur

 

2. Kurstag (10 Unterrichtseinheiten)             

08:30 – 12.30 Uhr

13.30 – 17.30 Uhr        

                                                                                       

Theorie:       Verlauf der Nerven und Gefäße am Nacken und Kopf, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen

Praxis:         Nacken-Muskulatur

 

3. Kurstag  (8 Unterrichtseinheiten)             

08:30 – 12.30 Uhr

13.30 – 15.30 Uhr          

                                                                                      

Theorie:       Verlauf der Nerven und Gefäße am Thorax, Rücken, Gesäß, Topographie von Lungen und Pleura Thoraxschmerzen, Rücken- und Gesäßschmerzen Fragen, Kursrückblick

Praxis:         Auskultation (Klopfschall, Atemgeräusch) Thorax-Muskulatur, Bauch-Muskulatur Rücken-Muskulatur, Gesäß-Muskulatur




Kursprogramm Dry Needling 2                                             

28 Unterrichtseinheiten:



1. Kurstag (10 Unterrichtseinheiten)             

09.00 – 12.30 Uhr

13.30 – 17.30 Uhr   

  

                                                                                           

Theorie:       Repetition: Hygiene und Gefahren Verlauf der Nerven und Gefäße am Bein Hüftschmerzen, Leistenschmerzen

Praxis:         Repetition: DN Technik, Bein-Muskulatur

 

2. Kurstag (10 Unterrichtseinheiten)             

08:30 – 12.30 Uhr

13.30 – 17.30 Uhr         

              

                                                                        

Theorie:       Kieferschmerzen, Knieschmerzen, Waden- und Fußschmerzen

Praxis:         Gesichts- und Kau-Muskulatur, Bein-Muskulatur

 

3. Kurstag (8 Unterrichtseinheiten)             

08:30 – 12.30 Uhr

13.30 – 15.30 Uhr         

                                                                                       

Theorie:       Verlauf der Nerven und Gefäß am Arm Ellenbogenschmerzen, Hand- und Daumenschmerzen Fragen, Kursrückblick

Praxis:         Arm-Muskulatur




Literaturhinweise:

  • Travell & Simons: Handbuch der Muskel-Triggerpunkte; Obere Extremität, Kopf und Rumpf. München: Urban & Fischer 2002.

  • Dejung: Triggerpunkt-Therapie. Bern: Huber 2003.

  • Gautschi: Manuelle Triggerpunkt-Therapie, Myofasciale Schmerzen und Funktionsstörungen erkennen, verstehen und behandleln. Stuttgard: Thieme 2010

  • Anatomie-Atlas

 

MGMS e.V. Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von € 20,- auf die Kursgebühr.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.mgms-ev.de/


 



 

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