McKenzie-Konzept

 

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Dozent: Georg Supp

 

© McKenzie Institut Deutschland 

   

Für Physiotherapeuten und Ärzte


Ausbildungsschema:
Teil A:
Mechanische Diagnose und Therapie der Lendenwirbelsäule
Teil B: Mechanische Diagnose und Therapie der Hals- und Brustwirbelsäule
Teil C: LWS 2 / Untere Extremität
Teil D: HWS 2 / Obere Extremität

Credentialling Examination

 

http://www.mckenzie.de/

 

 

McKenzie-Konzept

    

Die Philosophie des McKenzie Konzepts „Mechanische Diagnose und Therapie“ ist die einer aktiven Selbstbehandlung von Patienten. Es betont sowohl Intervention als auch Prävention und ermöglicht Patienten Selbstkontrolle und Selbstverantwortung über ihre Beschwerden zu erlangen.



Das McKenzie Konzept ist eines der am besten erforschten Diagnose- und Therapiekonzepte weltweit. Viele wissenschaftliche Studien untersuchten das McKenzie Konzept auf seine diagnostische, therapeutische und prognostische Stärke und bestätigten seine hohe Reliabilität und Kosteneffizienz.



Untersuchung und Behandlung sind einfach erlernbar und logisch aufgebaut.



Die Befundaufnahme basiert in der Anamnese hauptsächlich auf dem Schmerzverhalten der Patienten im Alltag und legt in der physischen Untersuchung großen Wert auf repetierte Belastungstests. Sie folgt einem definierten Algorithmus und führt zu einer sicheren Klassifikation von Subgruppen von Wirbelsäulen- und Extremitätenbeschwerden. Der Kliniker leitet aus dieser Klassifikation klar definierte Behandlungskonzeptionen ab. Außerdem kann er eine Prognose stellen, welche Patienten von dieser Art Therapie profitieren werden und für welche sie nicht indiziert ist.



Die Behandlung basiert auf Patientenedukation und aktiven Selbstbehandlungsstrategien. Primäres Ziel ist immer, dass Patientinnen und Patienten lernen, durch aktive Selbstbehandlung Schmerzen zu reduzieren und die Alltagsfunktionen wieder zurück zu gewinnen. Dabei sollen sie größtmögliche Unabhängigkeit erlangen. Stagniert die Verbesserung der Beschwerden, legt der Therapeut auch die Hände an und wendet passive manuelle Therapie an.



Die Kursreihe „McKenzie - Mechanischen Diagnose und Therapie (MDT)“ für PhysiotherapeutInnen und ÄrztInnen ist logisch aufgebaut und geht gezielt einzelne Körperabschnitte an: Lendenwirbelsäule, Halswirbelsäule / Brustwirbelsäule, Extremitäten. Die einzelnen Kursmodule sind vier Tage lang und sehr praxisorientiert. Der Unterricht ermöglicht es den Teilnehmenden, das Gelernte sofort in die Praxis umzusetzen.



Eckpfeiler in jedem Kurs bilden die Themen Diagnose/Differentialdiagnose, Management/Behandlung, Kommunikation, Prognose und Prophylaxe. Die Instruktoren vermitteln die Kursinhalte durch Vorlesungen, Fallbeispiele, praktische Arbeit und vor allem durch Live-Demonstration an Patienten.



Das Ausbildungsprogramm ist international anerkannt und standardisiert- Es ermöglicht, die Module der Kursreihe in verschiedenen Ländern in Europa, USA, Kanada, Asien, Südamerika, Australien und Neuseeland zu absolvieren. 

Neu: Videos von McKenzie Selbstbehandlungsverfahren und Therapeutentechniken!

Ab 2013 erhalten alle Teilnehmer der MDT - McKenzie Kurse ein sechs Monate gültiges kostenloses login zur Seite www.mdteducation.com

 

Mehr als 100 professionelle Videos zeigen dort - unterstützt von Text und Audiokommentaren - alle Selbstbehandlungsverfahren, sowie sämtliche Therapeutentechniken an der Wirbelsäule.

 

Seminar Teil A: Mechanische Diagnose und Therapie der Lendenwirbelsäule 

Lernziele
Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen des McKenzie Konzepts. Die Teilnehmer erlernen die Untersuchungs- und Behandlungsprinzipien für die LWS, insbesondere die Anwendung von repetierten Belastungstests.
Ihre Untersuchung wird sicherer und schneller. Sie können LWS-PatientInnen zuverlässig und praxisbezogen in klinische Untergruppen einteilen und die Prognose stellen, welche PatientInnen von mechanischer Therapie profitieren werden und für welche sie nicht indiziert ist. Daraus leiten sie dann die effektivste Behandlung ab. Sie erkennen, dass vielen Bandscheibenbeschwerden mit einfachen Mitteln beizukommen ist.


 
Kursinhalte
Die Dozenten führen Sie in die klinisch relevante Pathophysiologie der LWS ein. Sie erlernen die Grundlagen zur Untersuchung der LWS mit Betonung der repetierten Belastungstests. Sie können PatientInnen in die von McKenzie definierten klinischen Gruppen - Haltungs-, Dysfunktions- und Derangementsyndrom – einteilen. Das Wissen um die Bedeutung von Peripheralisation und Zentralisation verbessert Ihre Diagnose- und Prognosestellung.
Sie erfahren Erkenntnisse der evidenzbasierten Untersuchung und Behandlung aus der aktuellen wissenschaftlichen Literatur und lernen deren Stellenwert einzuschätzen.
Die Teilnehmenden lernen, für PatientInnen ein individuelles, dem klinischen Bild entsprechendes Selbstbehandlungsprogramm fachtechnisch und methodisch korrekt zu planen.  Sie können dieses Programm verständlich instruieren und wenden gegebenenfalls einfache manuelle Techniken an. Sie erfahren, wie Sie PatientInnen in ihrer Selbstverantwortung und Selbstkompetenz unterstützen können.

 

Unterrichtsmethoden
Vorlesungen, Fallbeispiele, praktisches Arbeiten und vor allem auch Demonstrationen von „Live-PatientInnen“ durch die Kursleitung, um Möglichkeiten und Stärke, aber auch Grenzen des Konzepts aufzuzeigen.

Seminar Teil B: Mechanische Diagnose und Therapie der Hals- und Brustwirbelsäule 

Lernziele
Die Teilnehmenden können Patienten mit Problemen der HWS und BWS nach den Prinzipien von McKenzie untersuchen, in klinisch relevante Subgruppen einteilen und dem klinischen Bild entsprechend logisch und sicher behandeln. Sie übertragen die Prinzipien für die Behandlung von cervikalen Kopfschmerzen und in das Management von Patienten nach Schleudertrauma.

 

Kursinhalte
Sie vertiefen die Grundlagen aus dem LWS-Kurs und lernen, das Konzept auf HWS und BWS zu übertragen.
Eckpfeiler bilden wiederum die Themen Diagnose, Differentialdiagnose , Einteilung in klinische Subgruppen, Management, Kommunikation, Prognose und Prophylaxe.
In der Behandlung lernen Sie sowohl, die relevanten Selbstbehandlungsübungen wirksam zu instruieren, wie auch praktikable manuelle Techniken an der HWS und BWS fachtechnisch korrekt anzuwenden. Weitere Themen sind Schwindel, Schleudertrauma und die Untersuchung und Behandlung von cervikalen Kopfschmerzen. Sie werden zudem Gelegenheit haben, Ihre Erfahrungen mit dem Konzept bei LWS-PatientInnen zu diskutieren.
Relevante aktuelle Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Literatur unterstützen die vermittelten Kursinhalte.

 

Unterrichtsmethoden
Die Methodik folgt der aus dem LWS-Kurs. Die Dozenten untersuchen und behandeln PatientInnen mit HWS- und BWS-Problematiken.


Teilnahmevoraussetzung: absolvierter Kursteil A

Seminar Teil C: LWS 2 / Untere Extremität 

Lernziele
Die Teilnehmenden vertiefen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten bezüglich Untersuchung und Behandlung mit dem McKenzie Konzept bei Patienten mit lumbalen Beschwerden.
Sie identifizieren und korrigieren häufig gemachte Fehler. Sie diskutieren Probleme in der Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Wirbelsäulenproblemen und werden sicherer bezüglich Progression und Anwendung von Techniken.
Sie sind in der Lage definierte klinische Bilder differentialdiagnostisch gegeneinander abzugrenzen.
Sie übertragen die Prinzipien auf muskuloskeletale Beschwerden der unteren Extremität und wenden die Untersuchungs- und Behandlungsstrategien patientengerecht an.


Inhalte
- ISG: Diagnose und Therapie (Palpationstests versus Schmerzreproduktionstests)
- Differentialdiagnose Ischialgie (Prolaps, Derangement, Adhärente Nervenwurzel, Entrapment)
- Spinalkanalstenose
- Diskussion über Stabilisationsprogramme
- Updates der wissenschaftlichen Literatur zu den Kursinhalten
- Klinische Mustererkennung durch die Analyse von Fallbeispielen
- Probleme in der Befundanalyse und Behandlungsprogression
- Transfer der McKenzie-Prinzipien auf periphere Gelenkstörungen der unteren Extremität
- Anamnese und klinische Untersuchung peripherer Gelenke
- Einteilung peripherer Gelenksstörungen in klinische Subgruppen
- Tendinose versus Tendinitis
- Management von häufig auftretenden peripheren Gelenksstörungen – unter anderem Achillessehnen-tendinosen, Patellafemorale Schmerzen
- Untersuchung und Behandlung von Patienten durch die Kursleitung

 

Unterrichtsmethoden
Die Methodik folgt der aus den Teilen A und B. Die Dozenten untersuchen und behandeln LWS-PatientInnen und Patienten mit Beschwerden an der unteren Extremität.


Teilnahmevoraussetzung: absolvierte Kursteile A und B


Seminar Teil D: HWS 2 / Obere Extremität

Lernziele
Die Teilnehmenden vertiefen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten bezüglich Untersuchung und Behandlung mit dem McKenzie Konzept bei Patienten mit cervikalen und thorakalen Beschwerden.
Sie identifizieren und korrigieren häufig gemachte Fehler. Sie diskutieren Probleme in der Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Wirbelsäulenproblemen und werden sicherer bezüglich Progression und Anwendung von Techniken.
Sind in der Lage definierte klinische Bilder differentialdiagnostisch gegeneinander abzugrenzen.
Sie übertragen die Prinzipien auf muskuloskeletale Beschwerden der oberen Extremität und wenden die Untersuchungs- und Behandlungsstrategien patientengerecht an.


Kursinhalte
- Erarbeiten von Problemlösungsstrategien und manuellen Techniken an der HWS und BWS
- Klinische Mustererkennung durch die Analyse von Fallbeispielen
- Cervikale Instabilität
- Identifikation von Patienten mit eingeschränktem Rehabilitationspotential - psychosoziale Faktoren, „yellow flags“
- Differentialdiagnose der HWS
- Aktuelle wissenschaftliche Literatur zu den Kursinhalten
- Transfer der McKenzie-Prinzipien auf periphere Gelenkstörungen der oberen Extremität
- Klinische Untersuchung peripherer Gelenke
- Einteilung in klinische Subgruppen
- Management von häufig auftretenden peripheren Gelenksstörungen – unter anderem Impingement, „Tennisellenbogen“, frozen shoulder
- Untersuchung und Behandlung von Patienten durch die Kursleitung

 

Unterrichtsmethoden
Die Methodik folgt der aus den Teilen A, B und C. Die Dozenten behandeln PatientInnen  mit Beschwerden an HWS, BWS und oberer Extremität.


Teilnahmevoraussetzung: absolvierte Kurse A, B und C

 

Kurssprache: Deutsch

Mit dem Bestehen der international anerkannten „Credentialling-Examination“ beweist der Teilnehmer seinen Basisstandard in Mechanischer Diagnose und Therapie. Sie basiert auf dem Curriculum der Kursteile A und B des Internationalen McKenzie-Instituts. Die Prüfung besteht aus einem praktischen Teil, einer Videopräsentation und einem Multiple-choice-Test.
Die Prüfungen werden von den nationalen McKenzie-Instituten sowie vom Internationalen McKenzie-Institut organisiert. Weitere Auskünfte erteilen die nationalen McKenzie-Institute.

Voraussetzung

Teile A, B, C und D

Teilnahmevoraussetzungen

Die folgenden Berufsgruppen sind zu unseren Kursen zugelassen:

  • Physiotherapeut
  • Arzt
  • Chiropraktiker

 

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