Manuelle Therapie - Zertifikatsausbildung

 

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Dozenten: Jochen Schomacher, Peter Fries

 

© Jochen Schomacher, PhD

   

Für Physiotherapeuten

MT-Zertifikatsausbildung

Verbindliche Reihenfolge:
UEX > OEX > BAS > UWS > OWS >
Reha (> Refresher) > Prüfung

Aufgrund der Vorgaben der Krankenkassen ist die
Reihenfolge der Seminare vorgegeben. Es soll
zwischen den einzelnen Seminaren ein minimaler
Abstand von jeweils drei Monaten eingehalten
werden. Die Gesamtzeit der Ausbildung darf zwei Jahre nicht unterschreiten bzw. soll vier Jahre nicht überschreiten.

 

http://www.mt-omt.de

 

Manuelle Therapie: Bewegen und Spüren lernen



 

Manuelle Therapie - Zertifikatsausbildung

Handfeste Fähigkeiten

Manuelle Therapie (MT) ist eine Spezialisierung innerhalb der Physiotherapie zur Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems im Rahmen einer umfassenden biopsychosozialen Sichtweise.

Ursprünge der MT

Die MT für Physiotherapeuten hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus den Quellen der klassischen Medizin, der Volksmedizin, der Chiropraktik und der Osteopathie entwickelt. Der Norweger Kaltenborn prägte mit seinem Kollegen Evjenth die MT im nordeuropäischen Raum und vielen anderen Ländern, während der Australier Maitland im englischen Sprachkreis dominierte. Seit 1974 versuchen Vertreter beider Gedankenschulen in der IFOMT (International Federation of Orthopedic Manipulative Therapists), der MT einen einheitlichen hohen Ausbildungsstandard zu geben (www.ifomt.org).

Der Grundgedanke

Im Zentrum steht die Untersuchung des Patienten, die zu einer physiotherapeutischen Diagnose führt. Aus Ihr ergibt sich die Behandlung mit spezifischen Techniken für das artikuläre, muskuläre und neurale System. Ein ständiger Clinical Reasoning Prozess begleitet das Handeln des Therapeuten. Biomechanik und Schmerzphysiologie sind wesentliche Aspekte, um Schmerz (bzw. das Symptom) und die damit korrelierende Funktionsstörung zu erfassen.




Ganzheitlich

Der Patient wird als Ganzes in seinen Lebensumständen betrachtet (ICF). Nicht allein die Nozizeption zählt! Häufig muss z. B. die Belastbarkeit des Gewebes erhöht, die Überempfindlichkeit des Nervensystems gemindert und der Umgang mit dem Schmerz verändert werden (Schmerzmanagement). Die Notwendigkeit zur komplexen Analyse und anschließenden manualtherapeutischen Interventionen verlangt hohe technische Fertigkeiten, um die oftmals kleinen Störungen finden und behandeln zu können, die den Organismus durcheinander bringen. Der Stein ist oft klein, der im Schuh drückt und nicht nur den Gang hindert, sondern das ganze Wandererlebnis verdirbt!



Mit System

Untersuchung und Behandlung folgen einem schrittweisen System, um sich den vielschichtigen Aspekte des Patientenproblems annähern zu können. Es erlaubt eine wissenschaftlich prüfbare Methodik und orientiert sich an der verfügbaren „evidence based medicine“. Schnell erhalten Sie den „roten Faden“, der Sie sicher im physiotherapeutischen Handeln leitet!

MT-Zertifikatsausbildung

Die Abschlussprüfung nach 260 Unterrichtsstunden ist von den Krankenkassen anerkannt und berechtigt Sie zur Abrechnung der Position Manuelle Therapie. Damit steht Ihnen die Tür offen zur Weiterbildung in OMT (Orthopädische Manuelle Therapie).

OMT-Weiterbildung

Wer nach der MT-Zertifikatsausbildung von der präzisen und zielorientierten Arbeitsweise fasziniert ist, sollte sich überlegen, ob er den hohen internationalen Standard erreichen möchte (www.ifomt.org). Zwei Aufbaukurse ermöglichen Ihnen einen Einblick. Dann können Sie die intensive Ausbildungsphase beginnen.
 
 
 

 

 

 

 



In den Kursen UEX, OEX, UWS und OWS lernen Sie:

für die Untersuchung

 

  • den Bewegungsapparat mit seinen anatomischen Strukturen manuell zu erfassen (Anatomie in vivo)
  • die Indikationen für die Manuelle Therapie zu stellen und Kontraindikationen für größere Bewegungen zu erkennen
  • Funktionsstörungen des Bewegungsapparates systematisch zu analysieren
  • eine manualtherapeutische Diagnose zu formulieren und zu dokumentieren
  • ihr Ergebnis zu überprüfen

 

für die Behandlung

 

  • eine logisch begründete Therapie zu planen
  • Schmerzen zu lindern
  • das Bewegungsausmaß zu vergrößern, wenn artikuläre, muskuläre und/oder neurale Strukturen es einschränken (Gelenkmobilisation, Muskelentspannung und -dehnung, Verbessern der neuralen Beweglichkeit, ...)
  • den Patienten Selbstübungen zur notwendigen Unterstützung der Therapie beizubringen
  • den Behandlungsverlauf und das Behandlungsergebnis zu kontrollieren und zu dokumentieren

Zudem sollen Sie die Untersuchungs- und Behandlungstechniken auf häufig vorkommende Beschwerdebilder übertragen und dort anwenden können.

 

Im Theoriekurs erfahren Sie:

  • durch einen physiotherapeutischen Lehrer, wie Schmerz entsteht und wie er zu beeinflussen ist, wie das Bindegewebe funktioniert (Hypo-/Hypermobilität) und MT darauf einwirkt
  • durch einen ärztlichen Lehrer, was wir über bildgebende Verfahren für die Untersuchung und Behandlung und zu operativen Verfahren in der Manuellen Therapie als Basis wissen sollten

 

Im Rehakurs bzw. Kurs zur Medizinischen Trainingstherapie lernen Sie:

  • die Trainingslehre für Gesunde anhand praktischer Übungen kennen
  • die Prinzipien des Trainings auf Patienten zu übertragen
  • Trainingsprogramme bei Pathologien der Wirbelsäule und der Extremitäten zu erstellen
  • Übungsformen zur Steigerung von Koordination, Mobilität, Stabilität und Kraft mit und ohne Therapeut durchzuführen – an Trainingsgeräten, mit freien Gewichten und dem eigenen Körpergewicht


Freiwilliger Prüfungsvorbereitungskurs

 



Durch Beherrschung der theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten der o. g. Kurse werden Sie zum Manualtherapeuten und sind berechtigt zur Abrechnung der Position 1 e in Deutschland. Die Türen zur OMT-Ausbildung stehen Ihnen offen!

 



Fachliche Leitung:
Jochen Schomacher, PhD

Neu: Kursbegleitende DVDDVD Manuelle Therapie Die DVD bietet über 10 Stunden Filmaufnahmen mit fast allen Techniken, die im Kurs gezeigt werden.
In 19 Filmen werden jeweils die komplette Untersuchung und die Behandlung als Ablauf gezeigt.
Jeder Teilnehmer der Ausbildung erhält ein Exemplar dieser DVD.

Dozenten:
Jeroen Bakker, Wolfgang Binter, Peter Fries, Wolfgang Gellert, Martina Goll, Christian Huhn, Jochen Schomacher, Thomas Wismer, Fritz Zahnd und Assistenten

Kursbegleitend stehen verschiedene Fachbücher und Fachartikel zur Auswahl. Dokumentationshilfen und, wo erforderlich, Skripte werden bereitgestellt.

 

 

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