Bobath-Konzept

 

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Dozentin: Heike Schiemat

 

© Christoph Hofstetter/Heike Schiemat 

   

Für Physiotherapeuten und Ergotherapeuten mit mindestens 1 Jahr Berufserfahrung (Datum der Zulassung)


Literatur:


Hille Viebrock, Barbara Forst

Bobath
€ [D]: 39,95
ISBN 3131433817

 

Bobath-Konzept

(Bei FiHH sind es alles IBITA anerkannte Kurse, die zum kassenanerkannten Zertifikat führen.)

 

Das Bobath-Konzept basiert auf einem Therapie- und Rehabilitationsansatz, der für Individuen mit Pathophysiologie des zentralen Nervensystems entwickelt wurde. Dieser ganzheitliche Ansatz hat sich über 50 Jahre hinweg ständig weiterentwickelt, und heutzutage stehen uns neue Erkenntnisse der Neurowissenschaften und Bewegungswissenschaften zur Begründung unserer jetzigen Arbeit zur Verfügung. Der theoretische Rahmen dieses Ansatzes entwickelt sich ständig weiter und wird durch neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Neurowissenschaften und Bewegungswissenschaften ergänzt.

 

Organisation von motorischem Verhalten

 

Das motorische Verhalten des Menschen basiert auf einer kontinuierlichen Interaktion zwischen dem Individuum, der Umwelt und der Aufgabe. Das Individuum besteht aus vielen Untersystemen, die miteinander agieren und voneinander abhängig sind. Diese Untersysteme sind formbar und sowohl an innere als auch an äußere Veränderungen anpassungsfähig. Die Umgebung des Individuums schließt die nächsten und entfernten Verwandten sowie die Gesellschaft, in der es lebt und wirkt, mit ein. Beim Erwerb von funktionellen motorischen Fähigkeiten richtet das Individuum sein Augenmerk eher auf das Ziel als auf die spezifischen motorischen Komponenten der Aufgabe. Eine gut beherrschte motorische Funktion des Menschen erlaubt es dem Individuum, unter den verschiedensten Umweltbedingungen Bewegungen, ausgerichtet auf die gewünschte funktionelle Aktivität, selektiv zu begrenzen und zu kombinieren. Lernen und Anpassung von motorischen Fähigkeiten sind mit Übung und Erfahrung verbundene Prozesse. Der Erwerb und der Verlust von Fähigkeiten dauert das ganze Leben lang an.

 

Motorische Dysfunktion

 

Die Auswirkungen von Erkrankungen auf das menschliche Bewegungsverhalten sind durch die ICIDH-2 der Weltgesundheitsorganisation in Veränderungen von Körperstrukturen und -funktionen, Aktivität und Partizipation (Teilnahme) unterteilt.
Individuen mit Problemen der motorischen Kontrolle aufgrund von pathologischen Veränderungen des ZNS zeigen unterschiedliche Veränderungen von Körperstrukturen und -funktionen. Diese Veränderungen können die Fähigkeiten einer Person, Funktionen auszuführen, begrenzen. Weiterhin könnte die Unfähigkeit, eine Funktion auszuführen, sowie die Aneignung von wenig angepassten und unangemessenen Verhaltensstrategien sekundäre Schäden und weiter nachlassende Funktionen verursachen.

 

Behandlung

 

Der Behandlungsprozess beginnt mit der Befundaufnahme der funktionellen Leistung des Individuums. Die aktive Beteiligung des Individuums ist erforderlich, um Bedürfnisse und Erwartungen zu bestimmen. Zur Entwicklung eines Behandlungsplanes wird analytisches Problemlösen benutzt. Die Behandlung ist auf die Verbesserung von Funktionen ausgerichtet, wobei man einerseits auf den Stärken des Individuums aufbaut, gleichzeitig aber die zugrunde liegenden Faktoren berücksichtigt. Therapeutische Handhabung ist eine von vielen Strategien, die benutzt wird, um dem Individuum zu helfen, seine/ihre funktionellen Ziele zu erreichen.
Um das Individuum nach einer Schädigung des zentralen Nervensystems dabei zu unterstützen funktionelle motorische Fähigkeiten wiederzuerlangen, beachten Bobath-TherapeutInnen sowohl die speziell nötigen Bewegungskomponenten einer Aufgabe als auch die funktionelle Aktivität selbst, um die Ziele zu erreichen. Klinische Entscheidungen zu treffen ist ein Prozess, der folgende Punkte umfasst: Befundaufnahme, Analyse und Interpretation von Befunddaten, Formulierung von Nah- und Fernzielen, Erstellen eines Behandlungsplans, Verwirklichung dieses Plans und Re-Evaluation des Individuums, um das Behandlungsergebnis zu ermitteln. Wiederbefundaufnahme findet ständig während der Behandlung statt, damit der/die Therapeut/in und das Individuum den Erfolg der Behandlung beurteilen und die Ziele und Behandlungsstrategien bei Bedarf anpassen können. Das Konzept wird sich in dem Maße weiterentwickeln, wie diese Annahmen im Laufe der Zeit modifiziert werden. Die heutigen Aussagen repräsentieren die aktuellen Theorien, deren Validität durch Forschung und Erfahrung bewertet werden muss.

 

Abschluss

 

Die Weiterbildung schließt nach dem Grundkurs mit einer Prüfung ab. Die erfolgreichen Absolventen erhalten ein Zertifikat. Dies gilt bei allen Kostenträgern, Behörden und Arbeitgebern als Nachweis einer qualifizierten Weiterbildung Krankengymnastik Bobath-Erwachsene. Die bei uns tätigen Fachlehrer erfüllen alle die von den Spitzenverbänden der Krankenkassen vorgegebenen Qualitätsanforderungen.

 

Alle Dozenten sind IBITA anerkannte Instruktoren:

  • Heike Schiemat, Bobath-Instruktorin IBITA, M.Ed., PT
  • Monika Peßler, Bobath Senior-Instruktorin IBITA, PT
  • Christoph Hofstetter, Bobath–Instruktor IBITA, PT




Teilnahmevoraussetzung für den Grundkurs:
imum 1 Jahr Berufstätigkeit (Datum der Zulassung)

 



 

 

IBITA anerkannter Aufbaukurs: in Behandlung Erwachsener mit neurologischen Erkrankungen.

Thema: Plussymptomatik und Kompensation – häufige Probleme in der Behandlung chronischer Patienten.

Dauer: 5 Tage bzw. 35 Std

Dozentin: Monika Peßler, Bobath Senior-Instruktorin

Zielgruppe: Physiotherapeuten und Ergotherapeuten mit einem erfolgreich abgeschlossenem IBITA anerkanntem Grundkurs.

 

Kursziel: Sie erwerben die theoretischen und praktischen Kenntnisse für die  Befundaufnahme und Behandlung von Erwachsenen mit Störungen in Funktion, Bewegung und Haltungskontrolle durch eine Läsion im zentralen Nervensystem.

 

Lernziel:

  • Der TN kann spezifische Aspekte des CR (Clinical Reasoning) für diese Patientengruppe anwenden
  • Der TN kann Ziele in Anlehnung an GAS (Goal Attainment Scaling) und den SMART Prinzipien formulieren
  • Der TN kann den interaktiven-dialogischen Prozess anwenden
  • Der TN kann das Syndrom des Syndrom des oberen motorischen Neurons und dessen Auswirkungen verstehen und damit umgehen
  • Der TN kann adäquate Ergebnismessungen aussuchen und anwenden Der TN kann die Literatur recherchieren und für seinen klinischen Alltag nutzen

 

Lehrplan:   

  • Ein Strukturmodell für das Bobath-Konzept
  • Interativer–dialogischer Prozess
  • Das Syndrom des oberen Motoneurons und seine Auswirkungen auf die Therapie
  • Die Bedeutung der Kompensation und deren Umgang in der Therapie und im Alltag des Patienten
  • Methoden und Techniken bei etablierten Patienten
  • Ergebnismessungen und evidenzbasierte Praxis

 

Lehrmaterial: Der TN erhält ein ausführliches Skript.

 

Dozent/in: Monika Peßler, Bobath Seniorinstruktorin IBITA, Bräuningshof

 

 

 

Bobath-Refresherkurs in der Erwachsentherapie

Dieser Kurs ist für Bobath-Therapeuten interessant, die ihr Wissen aktualisieren möchten.

 

Kursziel:

Förderung des individuellen Lernprozesses des Patienten Einflussnahme auf sein Bewegungsverhalten durch Fazilitation (hands on/hands off)

 

Kursinhalte:

- Clinical Reasoning mit Schwerpunkt  Potential und Ressourcen

- Wie findet motorische Lernen statt?

- der interaktive dialogischen Prozess von Therapeut und Patienten im Fokus des Therapieverlaufes       

- Methoden und Techniken entwickeln und verfeinern um:

          • Motiviert und erfolgreich Ziele zu erreichen

          • Strategien der gemeinsame Zielvereinbarung zu entwickeln

          • Eigenreflexion und Kompetenz des Patienten zu fördern

          • effizientere Bewegungsstrategien zu erkennen und zu erarbeiten

          • Training als Teil des Lernens im Alltag zu gestalten

 

Dieser interaktive Prozess wird durch eine Patientendemonstration veranschaulicht. (Clinical Reasoning)

 

Voraussetzung:

Zertifikat Bobath-Grundkurs IBITA anerkannt

 

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